Reparationszahlungen sind eine moralische Bringschuld gegen deren Begleichung sich die deutschen Politiker seit siebzig Jahren mit faulen Ausreden wehren

Von Wolfgang Schlichting – Publizist + Buchautor

Am 01. September 2019 nahmen der deutsche „Zeremonienmeister“ und auch die deutsche Bundeskanzlerin an einer Gedenkfeier in Polen teil und Herr Steinmeier sprach tief ergriffen über die gigantische Schande, derer sich das deutsche Volk und nicht etwa die Politiker, auf deren Befehl die deutschen Soldaten Millionen Polen ermordet und die Infrastruktur in Schutt und Asche gebombt haben, schuldig gemacht hat.

Den polnischen Politikern wäre es sicher lieber gewesen, wenn Herr Steinmeier nicht in Sachen „Schande“ ergriffen gewesen, sondern 80 Jahre nach dem Völkermord an der polnischen Bevölkerung und der Zerstörung der polnischen Städte und Dörfer endlich einmal in die Tasche gegriffen und für die Schande bezahlt hätte, was die Bundeskanzlerin allerdings schon seit ihrer Inthronisierung in 2005 als überflüssig ansieht, Freundschaft mit Polen ja, aber zahlen auf keinen Fall.

Frau Merkel argumentiert auch dahingehend, wie sie es als Funktionärin für Agitation und Propaganda in der DDR gelernt hat, sie vertritt die Auffassung, dass Deutschland bei den „2 + 4 Gesprächen“, die anlässlich der deutschen Vereinigung geführt wurden, von allen dahingehenden Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Ländern, in denen deutsche Soldaten die Bevölkerung durch Massenmorde dezimiert und die Infrastruktur in Brachland verwandelt haben, frei gesprochen worden sei, obwohl an den Gesprächen nur die Politiker der vier Besatzungsmächte und die Politiker der beiden deutschen Staaten beteiligt waren.

Es gibt allerdings noch mehr als ein Dutzend Staaten, die zu Recht Reparationsforderungen an Deutschland stellen könnten, (Griechenland hat sich genau wie Polen dahingehend schon mehrfach bei Frau Merkel gemeldet) weil die deutschen Soldaten im 2. Weltkrieg auf Befehl der Vorgänger der heutigen deutschen Regierung nicht nur in der UdSSR, Frankreich und England, sondern auch in viele andere Länder eingefallen sind und dort ebenfalls Völkermorde begangen und die Infrastruktur dem Boden gleich gemacht haben und für diese Staaten hatten die Politiker der Besatzungsmächte keinerlei Vollmacht, auf die Bezahlung der in diesen Ländern angerichteten Schäden zu verzichten. Die Milliarden, die heute für großteils kriminelle Ausländer „verbrannt“ werden, wären besser investiert worden, wenn man sie an die Länder gezahlt hätte, in denen deutsche Soldaten nicht nur gemordet, sondern auch gebrandschatzt haben.

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