Nur Kinder schießen mit Schreckschusspistolen, 15 scharfe Waffen und 2.500 Schuss Munition bei Hochzeit im Einsatz

Von Wolfgang Schlichting – Publizist + Buchautor

„Eigentlich habe ich ja mit der Polizei gerechnet“, erklärt Fathi weiter und sagt danach schmunzelnd: „Da müssen die schon mit einem „SEK“ (Spezial Einsatz Kommando) anrücken“ und fährt dann fort: „die Polizei hat aber keinen Ärger gemacht“!

In Aalen (Baden Württemberg) fand eine „ganz normale“ türkische Hochzeitsfeier mit 1.100 Gästen statt, die den Bräutigam (von Beruf Autohändler) rund 100.000 Euro gekostet hat. Fathi S. erklärte auch, welche Rituale bei einer türkischen Hochzeit zu beachten sind. Der Bräutigam wird von den geladenen Gästen mit geladenen Waffen abgeholt und damit er auch merkt, dass rund 50 Luxuslimousinen vor seiner Villa vorgefahren sind wird nicht geklingelt, oder gehupt, sondern mit scharfen Waffen, (auch mit streng verbotenen Kriegswaffen wie Maschinenpistolen, etc.) so lange in die Luft geballert, bis der Bräutigam heraus kommt. Laut Angaben des Hauptkommissars Holger Bienert habe die Polizei auf Anrufe von Zeugen zwar eine Streife zum Wohnsitz des Bräutigams geschickt, doch die Polizisten haben vor Ort keine Schusswaffen gesehen.

Auf dem Weg zur Braut regelten die Polizisten an 2 Ampelanlagen den Verkehr, damit der Luxuslimousinenkorso ohne lästige Ampelstopps zum Haus des Brautvaters durchfahren konnte. Hier ging die Ballerei mit Kriegs- und anderen scharfen Waffen weiter, doch diesmal aus einem ganz anderen Grund, traditionsgemäß öffnet der Brautvater die Haustür nicht sofort, er muss erst mit Revolver- und Maschinenpistolensalven „eingeschüchtert“ werden, damit er ein maximales Brautgeld an den Bräutigam zahlt, hier waren es 10.000 Euro und ohne die „Einschüchterung“ hätte er nach Angaben des Bräutigam wahrscheinlich nur 5.000 Euro gezahlt.

Fathi S. weiß natürlich, dass die deutsche Bevölkerung die türkischen Hochzeitsrituale nicht versteht und im Gegenzug erzielt man bei ihm und seinen Freunden gigantische Heiterkeitserfolge wenn man ihnen erzählt, dass ein so genannter „Herkunftsdeutscher“ eine Gebühr von ca. 100,00 Euro für einen „kleinen Waffenschein“ bezahlen muss, bevor er sich eine Spielzeugpistole kaufen darf, mit der er Gewaltverbrecher, die ihn mit einem Messer, oder anderen Waffen bedrohen und ausrauben wollen so erschrecken kann, dass sie entweder vor Schreck tot umfallen, (was garantiert nicht passiert) oder sich über seine staatliche genehmigte „Bewaffnung“ tot lachen, denn es ist schon ein Unterschied, ob man waffenkundige Gewaltverbrecher in die Mündung einer „MPi“, oder in die Mündung einer Schreckschuss- oder Wasserpistole schauen lässt.

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