Journalisten als Schreiberling für spezielle Politiker, egal ob es dabei um die Ukraine oder die Rente mit 63 geht

Es gibt Politiker und Journalisten, die das Deutsche Volk am liebsten sofort in einem Krieg mit Russland schicken möchten. Jedenfalls lesen sich einige Artikel in der Mainstreampresse so. Deutschland ist auf Wunsch der amerikanischen Freunde in der Ukraine zu verteidigen. Dieses soll dem für Politikern und Journalisten viel zu pazifistisch eingestellten deutschen Volk täglich suggeriert werden, damit endlich die „Kampfeslust“ im Sinn der EU Expansion und NATO Osterweiterung geweckt wird, sowie der dumpfe Wohlstandsschlaf in Lobeshymnen zur EU und NATO zu kehren ist. Schließlich verdankt Deutschland der EU, NATO und dem amerikanischen Freund, dass der böse Russe Deutschland noch nicht vereinnahmt hat. So ist das Wunschdenken einiger Politiker und Journalisten, dem jedoch zum Glück noch nicht das ganze Volk folgt.

Für den Finanzminister, der ja so stolz darauf ist die Staatsneuverschuldung (wohlgemerkt Staatsneuverschuldung, nicht Schuldenabbau) gegen null zu fahren, spielt die Höhe der Milliardenspenden für die Ukraine keine Rolle. Egal was mit dem Geld passiert, Faschisten, Oligarchen und sonstige Milliardäre/Millionäre können damit versorgt werden, Hauptsache der Russe bekommt nicht seine Ukraine zurück. Dem normalen ukrainischen Volk nützen die Milliardenspenden des deutschen Steuerzahler nichts, bei diesem kommt nicht ein Euro an. Die Politiker die die Ukraine in die EU und NATO treiben, beleben schließlich die Rüstungsindustrie und deren Eliten. Denn die Welt benötigt dringend wieder einen neuen kalten Krieg mit der entsprechenden modernsten Hochrüstung, damit der amerikanische Freund seine Wirtschaft zum blühen bringt. Der deutsche Steuerzahler muss endlich wieder einen Sinn erkennen für höhere Steuerzahlungen, denn es dient schließlich der Sicherheit gegenüber dem bösen Russen.

Ebenso ist einigen Politikern und dessen Sprachrohr, die Journalisten, die Rente mit 63 ein Dorn im Auge. Diese sei viel zu teuer im Gegensatz zu den „sehr nützlichen Ukraine Spenden“, die gerne ein Fass ohne Boden sein dürfen. Nur hier verdrehen einige Politiker und Journalisten gerne die Tatsachen, denn durch die ganzen „Rentenanpassungsgesetze“, die immer zu verschweigen sind, sind den Rentnern bereits die Milliarden genommen und die angeblichen neuen Kosten sind reine Augenwischerei. Hier ist das Rentenniveau bereits so niedrig gesetzt, sodass selbst nach 45 Beitragsjahren (nur dann ist die Rente mit 63 möglich und nur in 2014, denn danach erhöht sie sich kontinuierlich jährlich steigend wieder auf 65, analog der Rente mit 67) die Rente gegenüber dem letzten Nettogehalt nur noch ein Almosen darstellt. Im Verhältnis, nach Abzug von Steuern, Solis und Krankenversicherung, ca. so: Letztes Nettogehalt 2.500 Euro, zu erwartende Nettorente 1.250 Euro. Dazu entfallen ggf. Sonderleistungen wie 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld sowie sonstige diverse Prämien die der Arbeitgeber gewährt. Alles zusammen gerechnet bedeutet die Rente einen monatlichen Verlust von ca. 1.500 bis 2.000 Euro. Kommt evtl. noch ein gesetzlicher Versorgungsausgleich bedingt durch Ehescheidung hinzu, kann der monatliche Verlust auch 2.000 bis 2.500 Euro betragen. Hier stellt sich also zuerst die Frage, wer kann es sich überhaupt leisten die Rente mit 63 Jahren anzutreten, wenn er noch arbeitsfähig ist? Die einzige soziale Komponente ist, dass der nicht mehr arbeitsfähige Mensch eine etwas höhere Rente erhält, aber weiter auf sehr niedrigen Niveau. Diese Tatsachen schreibt leider kein Journalist, denn es verhöhnt nur die politischen Entscheidungen und würde aufzeigen welchen Quatsch alle Politiker und selbsternannte Fachleute so von sich geben. Aufgrund des niedrigen Rentenniveaus bleibt es vielen Rentnern nicht erspart einen Nebenjob auf 450 Euro Basis anzunehmen. Hier bekommt die Wirtschaft viele weitere billige Arbeitskräfte, auch dieses erwähnen die Journalisten nicht. Ebenso fehlt jedem Rentenartikel der Hinweis, dass Politiker und Beamte nicht in die Rentenkassen einzahlen, aber aus Steuergelder sehr stattliche Pensionen erhalten die den Rentenzahlungen aus den Sozialversicherungskassen um ein vielfaches übersteigen. So erhält ein Abgeordneter nach nur 8 Jahren Bundestag (2 Legislaturperioden) bereits einen Anspruch von ca. 1.750 Euro monatlich. Dieses ist dann nur eine Zusatzzahlung zu der Beamtenpension, denn die meisten Abgeordneten sind in einem ruhenden Beamtenverhältnis.

Es ist Schade, dass der Journalismus der Mainstreampresse zur Verdummung des Volkes verkommt und bei den nachdenkenden Menschen nur Kopfschütteln hervorrufen kann. Es ist oft aufschlussreicher nur die Kommentarspalten zu lesen, als den journalistischen Unsinn des Artikels.

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