Vereinigtes Deutschland, vereinigtes Europa. Wie das Kapital mit seinen politischen Helfern es gerne möchte

Die deutschen Politiker wollten ihr vereinigtes Deutschland, die deutschen Politiker wollen ihr vereinigtes Europa. Die Reichen profitierten von der Einheit und die Reichen profitieren von einem vereinigten Europa. Die Politiker verschuldeten für die Einheit den deutschen Staat soviel, dass diese Schulden nie zurückzahlbar sind (außer von den Reichen, die jedoch nie etwas zahlen). Die Politiker verscherbelten die volkseigenen Betriebe praktisch zum Nulltarif an die Reichen, damit diese noch reicher wurden. Zusätzlich zahlte der deutsche Steuerzahler für Entschädigungen an alle vermeintlichen Erben, deren Vorfahren angeblich mal irgendwann enteignet wurden. Somit wurden noch mehr reiche Menschen geschaffen, die ihr plötzliches neues Glück gar nicht fassen konnten. Der Kapitalismus nur für die Reichen und die Neureichen, dank der Hilfe ihrer politischen Untertanen mit der Schaffung kapitalfreundlicher Gesetzgebung und Erbschaftsregelung.

Wenn Europa nach dem politischen Willen immer weiter zusammen wächst, die sogenannten reichen Staaten die armen Staaten finanziell stützen um die Gleichheit zu erzeugen, dann wird es ähnlich der deutschen Staatenzusammenführung. Die normalen Durchschnittsbürger werden sämtliche Kosten tragen aber alle Reichen werden staatenübergreifend die Gewinne einfahren und ihren Reichtum politisch gewollt immer weiter steigern. Vielleicht lassen sich dann in Europa auch noch ein paar zwangsenteignete Erben finden, die auf Kosten der europäischen Allgemeinheit zu weiteren Millionären und Milliardären zu machen sind. Natürlich werden auch die Politiker in ganz Europa davon profitieren, die Reichen werden ihre Wohltäter nicht im Stich lassen und schon ein paar Milliönchen für dieses Personensegment bereitstellen. Politikern interessieren keine Ausgaben und Schulden, wenn das Geld nicht mehr ausreichend ist wird mal eben neues gedruckt. Die EZB mit ihren politischen Chefs macht alles, wie es politisch gewollt ist. Noch kann diese Bank die Zinsen niedrig halten, doch dieses ist künstlich. Irgendwann werden die Märkte hohe Zinsen verlangen und durchsetzen, damit die Reichen ihr Kapital stärker mehren können. Das Leben auf Pump, wie es bereits über Jahre existiert, wir teuer. Hier müssen die Reichen spekulieren, ob Wirtschaftsverlust und zinsgemäße Geldmehrung oder Wirtschaftsleistung bei niedrigen Zinsen für sie den größeren Gewinn abwirft (die Gewinne werden sowieso mit politischer Hilfe an den Eurostaaten vorbei zu Steueroasen im Südseegefilde transferiert). Der europäische Durchschnittsbürger wird in jedem seiner Staaten für das vereinigte Europa einen hohen Preis zahlen und die Reichen mit ihrer politischen Garde werden die großen Gewinner sein. Denn wäre der Kapitalismus mit samt seinen politischen Gefolgsleuten nicht der große Gewinner eines vereinigten Europas, dann würde es nie zu einer Staatenzusammenführung oder auch nur Staatenangleichung kommen.

Kapital und Politik gehören zusammen. Das Kapital braucht die Politik um die Machenschaften gesetzlich legimitiert zu bekommen. Die Politik braucht das Kapital für ihre Personen, damit auch Politikern die Chance eingeräumt wird selbst zum Millionär aufzusteigen.

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