Traumjob Abgeordneter, viel Geld für das bedingungslose Gehorsam

Der neue Bundestag zählt 631 Sitze, welches auch gleich 600 Sitze zu viel sein könnten nach dem bestehenden Demokratieverständnis der Politiker. Es sind 631 hochbezahlte Jobs aus Steuermitteln. Eigentlich sind Abgeordnete gegenüber ihrem Wähler und dem eigenem Gewissen verantwortlich, in der Theorie. In der Praxis ist es das bedingungslose Gehorsam zu ihren Fraktionschefs und die Angst das sie ihren Job mit allen Vergünstigungen verlieren könnten. Der Parteispitze unbequeme Politiker werden einfach ausgetauscht, bekommen keinen Wahlkreis mehr und schon gar nicht einen vorderen Listenplatz. Den Job eines Abgeordneten begleiten die gleichen Ängste vor dem Verlust des gutdotierten Arbeitsplatzes wie in jeder anderen Berufssparte auch. Es besteht die gleiche „Chefhörigkeit“, nur noch einen Tick verlogener.

Es bestimmen in diesem Land eine Handvoll Personen nach Vorgabe der Wirtschaft die Politik, alle anderen als Politiker beschäftigten Personen sind gehorsame Abnicker und Durchwinker zur Aufrechterhaltung des demokratischen Anscheins. Diese teure Massenabnickung brauchte nicht zu sein, weil es egal ist ob 400 Personen abnicken und durchwinken oder eben nur 20. Die Politiklandschaft ist nur noch ein Schlaraffenland für ein paar Machtmenschen und viele gehorsame Mitläufer. Abgeordneter ist ein hochbezahlter Traumjob, den viele Menschen sogar nur als Nebentätigkeit betrachten können. Sie können nach Belieben zusätzliche Tätigkeiten ausüben, damit sie möglichst schnell zu dem Kreis der Millionäre aufsteigen. Der Aufgabenbereich eines Abgeordneten liest sich zwar wie eine lange Stellenbeschreibung, doch was der Politiker daraus macht bleibt alleine seine Entscheidung. Politisch relevant ist alleinig das fraktionsgerechte Verhalten bei allen Abstimmungen im Parlament. Also ist die einzige Aufgabe eines Abgeordneten das Durchwinken von Gesetzesvorlagen nach den Vorgaben der bestimmenden Personen innerhalb seiner Partei. Wenn der Abgeordnete diese einzige Aufgabe immer zur vollsten Zufriedenheit seiner politischen Führungskräfte ausführt, dann bleibt ihm sein Wahlkreis in Parteihochburgen sicher oder bekommt einen vorderen Listenplatz bei unsicheren Wahlkreisen. Dieses gilt nicht nur für den Bundestag, sondern gleichermaßen für alle in Massen vorhandenen Landespolitiker der 16 Bundesländer ebenfalls.

Die Politiker, die also kein Interesse an irgendwelche Machtpositionen besitzen, bekommen mit ihrem Abgeordnetensitz einen hochbezahlten und mit allen Vergünstigungen überschütteten Arbeitsplatz gestellt. Den verantwortlichen Politikern der Parteien interessiert nur das Durchwinken ihrer Wünsche im Parlament, alles andere ist uninteressant. Wer damit zufrieden ist, sein Leben als kleiner mitlaufender Politiker zu gestalten, der kann viel Geld für sein Nichtstun von dem Steuerzahler kassieren, eine vorzügliche Altersabsicherung erhalten und beliebig viel dazuverdienen, denn Zeit hat er noch mehr als Geld.

Die Frage für den steuerzahlenden Bürger bleibt jedoch, warum hält sich Deutschland so eine teure Demokratie? Warum sind in dem Bundestag und in den Landtagen insgesamt weit über 1000 Politiker, wo doch 10 Abnicker vollkommen ausreichend sind? Wo ist der Unterschied, ob ein Gesetz von 600 gleichgeschalteten gehorsamen Politikstatisten oder nur von 6 Gleichgeschalteten durchgewunken wird? Es gibt keinen Unterschied, außer viel mehr hochbezahlte Politikposten, denn die Scheindemokratie bleibt immer gleich. Sind die zu vergebenden Politikposten für „verdiente“ Politiker nicht mehr ausreichend, dann hält die EU noch weitere lukrative Politikpositionen zur Erfüllung der Lobbyistenpolitik bereit. Die Scheindemokratie lässt nie die Geldquellen für getreue Abnicker versiegen, denn der Steuerzahler zahlt gerne alles.

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