Wahrheit oder Lüge und die Korruption

Politiker reden gerne, egal ob es ein kleiner Ortspolitiker oder der große professionelle Parteienpolitiker ist. Am liebsten redet er / sie vor oder bei parteigetreuen Zuhörern der eigenen Partei, deren Applaus so sicher ist wie das Amen in der Kirche. Politikerverhalten ist reine Schauspielerei und häufig entsprechen die Äußerungen nicht der eigenen Meinung, sondern sind reine Parteivorgaben. Einige Menschen lassen sich gerne bereden, hierbei ist es egal ob der Redehalter ein Pastor in der Kirche ist, die Firmenleitung samt Betriebsrat bei Betriebsversammlungen, der Gewerkschaftsfunktionär bei Streikveranstaltungen oder eben ein Politiker zum Stimmenfang. Doch alle diese Redner üben dabei nur ihren Job aus, sie werden für ihr reden von der Organisation bezahlt bei der sie ihre Beschäftigung finden. Nun benötigen die Organisationen natürlich Geld, um diese Redner auch bezahlen zu können. Dieses Geld bekommen sie jedoch nicht nur von den Zuhörern, denn sie bekommen ihr Geld von einer großen Allgemeinheit. Die Bezahlung des Pastors erfolgt aus Kirchensteuern, die Firmenleitung und der Betriebsrat über die zu leistende Arbeitskraft der Gesamtbeschäftigten mit ihrer Bezahlung aus der Gesamtproduktivität, der Gewerkschaftsfunktionär wird aus den Gewerkschaftsbeiträgen aller finanziert und der Politiker erhält seine Bezahlung aus dem Gesamtsteueraufkommen des ganzen Staates, wobei die Kapitalstärke seiner Partei neben dem Spendenaufkommen auch stimmenabhängig ist. Es liegt natürlich nah, dass alle diese Redner im Sinn ihrer Organisation sprechen, denn sie möchten ihren ziemlich gut dotierten Posten behalten. Diese Redner sind nicht frei, sie sollen lediglich vorgegebene Interessen anderer vermitteln. Für den Zuhörer stellt sich nicht nur in der Kirche die Glaubensfrage, sondern auch bei allen anderen „Redeveranstaltungen“, ist es die gesprochene „Wahrheit“ oder die gewollte große „Lüge“ zur Volksverdummung.

Eine andere unangenehme politische Randerscheinung bilden Reglementierungen durch Gesetze. Kaum ein Gesetz spricht eine deutliche Sprache, sie sind auslegbar und bieten unzähligen Richtern, Staats- und Rechtsanwälten eine sichere Existenz. Ebenso wird hier die Korruption für Beamte und Politiker gefördert, denn ein Korruptionsgesetz für Politiker existiert erst gar nicht und wird wahrscheinlich auch nie verabschiedet. Zwei kleine Beispiele geben hier das Waffen- und Prostitutionsgesetz. In Deutschland besteht ein Waffengesetz, dass praktisch für dem Normalbürger den Besitz einer Waffe ausschließt. Aber trotzdem besitzen ganze Bevölkerungsteile Waffen, die nach dem Gesetz nie Waffen besitzen dürften. Einige Politiker fordern die Verschärfung des Prostitutionsgesetz, doch hierbei würde sich nichts ändern außer die Bereicherung einiger über mehr Korruption, aber vielleicht ist dieses der politische Wille. Leider wird der Tatbestand der Korruption von den Politikern immer noch als Kavaliersdelikt angesehen und bleibt für Politiker sogar vollkommen straffrei. Ehemalige Politiker, ohne Immunität, können ebenfalls mit Einstellungen bei eingeleiteten Korruptionsverfahren spekulieren, denn das Recht ist biegsam und für einem evtl. verbleibenden Restvorwurf kann wie überall auf der Welt das Geld die Hilfestellung sein. Mit der Abschaffung der Grenzkontrollen innerhalb der EU haben die Politiker den Menschenhandel bereits Tür und Tor geöffnet und stehen diesem jetzt hilflos gegenüber. Mit der Vereinfachung des Menschenhandels über offene Grenzen, in Verbindung mit Korruption, ist die Brutstätte der Zwangsprostitution politisch bereits geebnet. Jedoch die offenen Grenzen sind genau wie die Eurowährung ein „politisches Heiligtum“, welches nie als Grund herhalten darf.

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