Die vereinigten Staaten von Europa, der Politikerwunsch?

Im Hintergrund der Eurokrise denken jetzt einige Politiker über ein vereinigtes Europa nach. Die Vorstellungen der Politiker, dass die Einführung des Euros auch die Lebensverhältnisse innerhalb Europas automatisch gleich schaltet, hat sich ja als Seifenblase mit Bumerang herausgestellt. Die Gleichschaltung der Lebensverhältnisse wurde durch die Finanzmärkte vorgenommen, mit Krediten in staatlicher Haftung. Die Banken verdienten und werden jetzt von dem Steuerzahler saniert. Zusätzlich leiht Deutschland den Staaten weiteres Geld, damit die hergestellten Waren überhaupt exportfähig bleiben. Eine gemeinsame staatenübergreifende Währung ohne übergeordnete Aufsicht kann nicht funktionieren, dass merken jetzt auch so langsam die Politiker. Das die D-Mark für den Euro verramscht wurde, dafür sollten eigentlich die damaligen Verursacher um Ex Kanzler Kohl mit seinen parlamentarischen Abstimm-Statisten haften, jedoch die Politikerhaftung gibt es leider nicht.

Aber warum soll denn die jetzige Eurokrise gleich die Vereinigten Staaten von Europa ausrufen? Soll dieses wieder so eine unausgegorene Geburt wie der Euro werden? Oder benötigen die Politiker nur ganz einfach noch mehr hochbezahlte Posten von dem Steuerzahler und Rentner finanziert? Im Prinzip ist ja nicht viel zu ändern, denn es gibt schon ein europäisches Parlament und eine europäische Kommission, also hochbezahlte Politiker in Massen. Es wären lediglich die Rechte der Staaten Politiker auf die Europapolitiker zu übertragen. Also umgekehrt der heutigen Regeln, in den Staaten dann die Scheinparlamente und in Brüssel und Strasbourg die bestimmenden politischen Personen. Die heutigen Richtlinienverfasser machen dann eben sofort Gesetz. Die Politik wird für Europa gleichgeschaltet und die sozialen Errungenschaften, Lohnniveau, Renten, Gesundheitswesen ebenfalls, natürlich auf dem derzeit niedrigsten Niveau der EU-Gemeinschaft. Wenn es für die Politik national nichts mehr zu kürzen gibt, dann muss eben die europäische Gleichschaltung herhalten. Für die Lobbyistenindustrie und den Finanzmärkten werden sich jedoch neue goldene Zeiten ergeben, verbunden mit neuen Formen der Ausbeutung und Lohndumping. Am Ende steht wieder ein großer Scherbenhaufen in Dimensionen die eine heutige Eurokrise bei weitem übertreffen. Gegen die gierigen Lobbyisten und Zocker, sowie der in einem so großen Staatenverbund nie beherrschbaren Korruption finden die Politiker keine Mittel, sie werden nur selbst daran verdienen und das genügt wahrscheinlich auch den meisten.

Europa und seine Probleme, Modell U.S.A für Europa? Vereinigte Staaten von Europa?

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