Die deutschen Politiker und die Sterbehilfe

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg konnte sich nach einer eingegangenen Klage eines Deutschen nicht dazu durchringen das Recht auf Sterbehilfe zu einem Grundrecht der Selbstbestimmung zu gestalten. Die Richter überlassen die Entscheidungen weiter den Politikern in den Staaten. Damit wird die scheinheilige Lobbyistenpolitik weiter gefördert.

In Deutschland bestimmen Politiker über Leben und Tod, dieses trifft für unheilbar kranke Personen und jungen Soldaten im gleichen Maße zu. Unheilbare Kranke müssen lange am Leben bleiben um die Gesundheitsindustrie die Gewinne zu sichern, die Kosten sind von den Angehörigen zu tragen und somit nicht allgemeinschädlich. Der Mensch ist nicht zu fragen, ob er leben oder sterben möchte, er muss zum Willen der Politik und dem Gesundheitswesen dahinvegetieren. Soldaten müssen zum Wohle der Rüstungsindustrie zu Kriegseinsätzen, hier wird das Sterben von den Politikern billigend akzeptiert und im Extremfall sogar befohlen. Alleine an diesen beiden Beispielen wird die scheinheilige Verlogenheit der Politiker, speziell in ethischen Fragen, verdeutlicht. Ein weiteres politisches Entscheidungshemmnis bildet die Kirche. In der christlichen Philosophie ist Jesus unter große Schmerzen gestorben und dieses ist von der Kirche wahrscheinlich als Vorbildfunktion anzustreben. Dieses ist einer von vielen nicht nachzuvollziehenden kirchlichen Gründen zur Ablehnung einer humanen aktiven Sterbehilfe, die sich viele Menschen wünschen um von unerträglichen Qualen ihre Erlösung zu finden.

Leider können in Deutschland nur die alles beherrschenden Politiker das Gesetz zur Sterbehilfe menschenwürdiger gestalten und wenn sie sich dazu ausnahmsweise mal selber unfähig fühlen, dann sollen sie sich aus dieser gravierenden Thematik ganz heraushalten. Bedingung ist allerdings, dass passive und aktive Sterbehilfe straffrei wird und auch nicht über Ausweichgesetzte, etwa das Betäubungsmittelgesetz, über die Hintertür zur Strafe führt. Doch auch dieses können nur die sogenannten Volksvertreter abändern und dazu sind sie ebenfalls unfähig, Lobbyistenpolitik gegen das Volk.

Ethische Entscheidungen dürfen nicht von geldbesessenen und nur an sich selbst denkenden Politikern und Kirchenfürsten zu treffen sein, sondern muss ein Selbstbestimmungsrecht für jeden sein. In einigen Nachbarstaaten, z. B. Schweiz oder Niederlande, ist das Selbstbestimmungsrecht für ein würdevolles Sterben bereits wesentlich liberaler geregelt, an dem sich die deutschen Politiker dringend orientieren sollten. Leider können deutsche Sterbewillige nur schwer eine ausländische Sterbehilfe in Anspruch nehmen, denn es erfordert zumindest einen ständigen Wohnsitz in einem liberaleren Land. In Deutschland gehören die Schmerzen zur Gnade der „Politiker und kirchlichen Prominenz“.

In der Schweiz ist nicht nur das Leben lebenswerter, sondern auch das Sterben in Würde möglich. Die Demokratie in der Schweiz, in Verbindung mit Volksabstimmungen, hat sich noch nicht zur Scheindemokratie entwickelt. In Deutschland bestimmen selbstherrliche Politiker das Leben und Sterben zum Wohle der Lobbyisten. Die perfekte Scheindemokratie der Führungspolitiker mit gefolgstreuen Abgeordneten in der Statistenrolle. Dem Volk bleibt nur die Wahl der politischen Gleichheit, oder die Wahlenthaltung zur weiteren Förderung der Gleichheit.

Links zu Auskünften zur Sterbehilfe

Link zur Sterbehilfe in der Schweiz – EXIT –

Link zur Sterbehilfe in der Schweiz – Dignitas –

Link zur Sterbehilfe in der Schweiz – Dignitas Deutschland –

Link zur Sterbehilfe – Dignitate Deutschland –

Sterbehilfe Niederlande

Deutsche Sterbehilfe

Sterbehilfe in der Schweiz

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