Ersparnisse und das Leben auf Pump

Die Griechen holen ihre Ersparnisse von den Banken, kein Vertrauen in die Politik und den Banken. Wer kann es ihnen verdenken, denn nach der nächsten Wahl im Juni gibt es in Griechenland vielleicht kein Euro mehr und ihre Ersparnisse wären alle weg. Als nächste Länder könnten Italien und Spanien folgen und auch hier die Menschen ihre Einlagen von den Banken abheben. Die Banken existieren von den Einlagen der Sparer und sind diese nicht mehr vorhanden, dann geht jede Bank und jedes Land pleite. Das Verhältnis zwischen Einlagen und Krediten stimmt bei den meisten Banken nicht mehr, sie benötigen immer mehr „politisches Geld“, dass sie sich so lange leihen können, bis es zum Zusammenbruch kommt. Aber die Völker helfen den Banken mit aufgezwungenen politischen Verzicht auf Löhne und Renten. Die Politiker erfinden dazu die Märchen und die Medien tragen die Sorge für die entsprechende Verbreitung. Mit der richtigen Politshow lässt sich jede Wirklichkeit bis zu der noch erträglichen Schmerzgrenze der Volksmasse verschleiern.

Wie sehr das Leben auf Pump ausgerichtet ist, zeigt die Werbung auf. Hier wird z. B. innerhalb der Fahrzeugwerbung nur noch auf die monatlichen Kreditkosten hingewiesen, die extra niedrig kalkuliert sind. In den Anzeigen erscheint, dass das Fahrzeug bereits für 99 Euro monatlich zu bekommen ist. Das der Kaufpreis z. B. 30.000 Euro beträgt wird bewusst verschwiegen. Auch das dieses Fahrzeug mit Kreditkosten insgesamt 60.000 Euro erreichen kann, ist nirgends zu lesen oder zu hören, bestenfalls in den kleingedruckten AGB die im Vorfeld kaum jemand liest. Ebenfalls ist dieses Beispiel, in ähnlicher Form, für fast alle anderen Konsumgüter anzuwenden. Hersteller, Vermarktung und Banken sind eng verwurzelt mit Krediten. Das Leben der Menschen hat sich in den vergangenen Jahren auf Pump eingestellt, kaum ein Durchschnittsbürger kann ohne Kredite sein Dasein gestalten. Diese Lebensweisen sind jedoch nur solange funktionstüchtig, wie auch die Einnahmeseite Bestand hat. Bleiben Einnahmen aus, dann sind die Verbindlichkeiten nicht mehr zu begleichen und die persönliche Insolvenz folgt. Tritt dieses bei einem großen Teil der Bevölkerung ein, dann sinkt das BIP als Folge des Abnahmemangels, Firmen gehen in die Insolvenz, Bankenpleiten drohen und die Staatsverschuldung wächst. Es ist eine Milchmädchenrechnung und trotzdem fallen die Staaten mit ihren Politikern und Bürgern immer wieder in den gleichen Sumpf.

Mit der Einführung des Euros sollten diese Verhältnisse für ganz Europa ihre Gültigkeit erlangen. Die Menschen sollten über eine gemeinsame Währung die Zusammenführung zu einer Einheit schaffen. Doch dieses war von den Politikern ein genau so hoffnungsloses Unterfangen, wie einst der Kommunismus nach Marx und Engels. Alle die so etwas vorhaben scheitern an der Ungleichheit der Menschen. Jeder Mensch denkt zuerst an sich selbst, dieses leben Politiker, Manager und Banker vor, nur mit dem Unterschied das diese immer weich fallen und finanziell bestens abgesichert sind.

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