Der Strompreis steigt, aber bitte nicht wundern

Die Stromindustrie regelt den Verbrauch nach den Märkten und die Politiker wollen dieses so. Alle Förderungen der Solar- und Windkraft werden als Öko-Steuer dem Strompreis zugeschlagen. Auch den erforderlichen Netzausbau wird der Steuerzahler bezahlen. Über die Marktregelung kann nach Angebot und Nachfrage der Strom künstlich knapp gehalten bleiben, um den Preis zu steigern. Dieses führt zu einer Überproduktion in das Leere, was einen volkswirtschaftlichen Unsinn darstellt, aber den Gewinn der Aktionäre steigen lässt. Begrenzungen der Förderungen, um nicht ein ständiges Überangebot für Öko-Strom zu erhalten, scheitern an den Ländern, weil diese ihre regionale Industrie für Solaranlagen und Windkrafträder schützen wollen. Auch erhält die energieintensive Industrie Subventionen und braucht sich nicht an der „Energiewende“ zu beteiligen. Der politische Beschluss der Energiewende ist im Prinzip so aufgebaut, dass die Stromerzeuger große Gewinne einfahren, die Netzbetreiber ihre maroden Stromnetze sanieren und die Bürger ohne Ende zahlen dürfen. Mit der Begründung „des politischen Verzichts auf Kernkraft“ können die Stromerzeuger ihre Belegschaften verringern und im Zusammenhang der Öko-Förderung noch mal ihre Gewinne steigern. Jedoch für die Kosten der Atommüll Endlagerung ist der Steuerzahler verantwortlich und nicht die Aktionäre der Stromindustrie.

Natürlich lässt sich auch über den Ad-Hoc Atomkraftausstieg der Politiker streiten, welcher nur aufgrund der Fukushima Katastrophe entstand. Es war eine 180 Grad Kehrtwende der CDU und FDP, die als extrem kapitalfreundlich anzusehen sind, aus Angst vor Wählerstimmenverlust. Hier war abzusehen, dass diese Wende alleinig zu Lasten des Volkes geht und die Konzerne verschont. Ebenfalls bleibt der Sinn dieses Ausstiegs zweifelhaft, solange es keine gesamteuropäische Lösung gibt. Bei den vorherrschenden Westwinden bilden die französischen Kernkraftwerke für Deutschland die gleiche Gefahr wie die eigenen.

Also braucht sich kein Bürger in Deutschland zu wundern, wenn der Strompreis ständig steigt, denn es ist die gewollte Politik. Die Gewinne der Aktionäre soll der Markt regeln (und wenn dabei der Strom künstlich knapp zu halten ist) und der Bürger darf für alles die Zeche zahlen.

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