Die Politische- und die Arbeitswelt

Was ist der Unterschied zwischen Politikern, Führungskräften und Arbeitern? Alle gemeinsam üben ihre Tätigkeiten für Geld aus. Die Unterschiede liegen in den persönlichen Bestrebungen. Politiker geben vor sich persönlich für das Wohl der Menschen einzusetzen, Führungskräfte geben vor sich für das Wohl der Firma einzusetzen und Arbeiter führen die Vorgaben der anderen aus. Wenn bedacht wird, dass die beiden Erstgenannten mit Abstand die größten Gehälter bekommen und dieses hauptsächlich in schwingenden Reden oder entsprechenden Beziehungen begründet ist, dann ist auch hier die Lüge beheimatet. Wer vorgibt, sein Einkommen im Einsatz für das Wohl anderer zu bekommen hat damit bereits die erste Lüge begangen, denn alles was er macht dient nur seinem persönlichen Wohlergehen. Somit ist die Vertrauenswürdigkeit der massenhaft auftretenden Personen, die redend vorgeben sich für das Wohl der Menschen einzusetzen, als äußerst zweifelhaft anzusehen. Die wenigen Personen, die sich mit Taten und nicht redend, für die Menschheit einsetzen bilden eine hochachtende Ausnahme.

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage ergab, dass die Kanzlerin in der Bevölkerung einen guten Wert besitzt, doch wie kommen die Menschen dazu? Die alleinig mögliche Meinungsbildung des Volkes ist die Medienberichterstattung. Wenn Politiker bei den Medien, aus welchen Gründen auch immer, einen positiven Wert besitzen, ist ihre Berichterstattung positiv und suggeriert der Bevölkerung die Meinungsbildung vor. Banken, Industrie und Medien besitzen im Staat die wahre Macht und die Politiker sind ihre Erfüllungsgehilfen, sonst nichts. Die Parteien und ihre Politiker, die es verstehen die Interessen dieses Dreierverbundes gegenüber dem Volk glaubhaft zu vermitteln, sind als positiv einzustufen und somit die „eingeschränkten Helden“ der Nation.

So wie in der Politischen- als auch in der Arbeitswelt gibt es gravierende Unterschiede. In politischen Ortsverbänden mühen sich manche ehrenamtliche Politiker, ohne persönliche Vorteile zu genießen, für unbedeutende Bürgerinteressen ab. Sie besitzen keine Machtstellungen, aber versuchen zu mindestens den Bürger ernst zu nehmen. Es ist jedoch auch das Einzigste was der Möglichkeit entspricht, denn finanziell sind die Gemeinden eigentlich schon Insolvenz. Traurige Unterschiede gibt es auch in der Arbeitswelt. In einigen Firmen schuften die mehrheitlichen Arbeiter für einen Mindestlohn, damit es einen kleinen Teil der Firmenmitarbeitern sehr wohl ergeht. Es klingt in der heutigen Zeit schon unglaubwürdig, ist jedoch eine traurige Wahrheit. Es gibt noch Arbeitsstellen wo keine wirkliche Arbeit vorliegt, wo jeden Tag Comedy Veranstaltung ist, wo Büros zu wahren Versammlungsstätten entfremdet werden, wo die innerbetrieblichen Besucher aus Arbeitsmangel reihenweise laute „Laberrunden“ abhalten und das Schizophrene dabei ist, dass dieser Mitarbeiterkreis erheblich höhere Gehälter kassiert als der arbeitende Teil. Wir leben in einer Welt von Lobbyisten, dass ist in allen Gesellschaftsbereichen zu spüren und spiegelt das Leben im Staat wieder.

In der ganzen Welt dreht sich das Leben nur um Geld und Macht. Die arabischen Länder besitzen einen großen Ölreichtum und dieses ist ihr Kapital. Die Länder sind reich, doch ist der Besitz nur auf wenige aufgeteilt. Die Unruhen ergeben sich aus diesem Ungleichgewicht, Gerechtigkeit und Demokratie ist hier wenig bekannt. Doch wenn die westlichen- und östlichen Industrienationen sich in die Belange der arabischen Welt einmischen wollen, dann geht es alleine um ihre eigenen Interessen. Alle Vorgaben sich für die Menschen einzusetzen besitzen den Hintergedanken ihrer eigenen Vorteilsnahmen. Alle Industrienationen haben an Waffenverkäufen in die arabische Welt Milliarden oder Billionen verdient und somit alle Grundlagen für die Instabilität dieser Weltregion geschaffen.

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