Ein Kommunismus nach der Lehre von Marx und Engels gilt als nicht durchführbar, weil die Menschen dazu nicht geeignet sind. Eine Gleichmachung der Gesellschaft gibt es nicht, denn jeder Mensch ist sein eigenes Individuum. Die Natur der Menschen ist so ausgelegt, dass nur persönliche Vorteile zu Leistungen anspornen. Dieses war im gescheiterten Kommunismus der Fall, sowie in der kapitalistischen Welt. Das kapitalistische System bietet jedoch unbegrenzte Möglichkeiten, dass kein Ende des Geldflusses kennt. Als Sportler mit Talent in einer Sportart die Massen begeistert, ist der Status eines Milliardärs im Bereich des Möglichen. Ebenso verhält es sich im künstlerischen Gewerbe. Als Börsenjongleur sind Milliarden zu gewinnen und selbst wer das Talent besitzt mit „geredeten Müll“ andere Menschen zu begeistern kann sich in Millionen baden. Wer das Glück besitzt als Kind von wohlhabenden Eltern geboren zu sein, ist ohne die geringste eigene Leistung schon sofort Milliardär. Dieses und noch viel mehr ermöglicht alles der Kapitalismus.
Jedoch besitzt der Kapitalismus auch reichliche Schattenseiten, es ist die gerne verschwiegene Armut. Der reine Kapitalismus kennt nur oben oder unten, entweder reich oder arm, soziales Verhalten ist dem Kapitalismus fremd. Die Politiker reden gerne von einem sozialen Kapitalismus (auch als soziale Marktwirtschaft zu bezeichnen), der einer breiten Bevölkerungsschicht Wohlstand ermöglichen soll. In unserem Land ist es derzeit im großen und ganzen auch noch als sozialen Kapitalismus zu bezeichnen, jedoch in abnehmender Struktur. Die Spuren des reinen Kapitalismus setzen sich so nach und nach auch hier durch. Es ist der Billiglohnsektor, der von dem kapitalistischen Mutterland USA hier übernommen wurde. Es sind die drastischen Rentenkürzungen, einhergehend mit Lebensarbeitszeitverlängerungen, die eine gefährliche Altersarmut herbeiführen. Die hohe politische Staatsverschuldung mit einhergehenden Milliardengewinnen der Großkonzerne, die Globalisierung mit industrieller Ausgründung in weltweite Billiglohnländer, die massenhaften politischen Fehler in der Vergangenheit bedingt durch Legislaturperiodendenken mit Machtbesessenheit und natürlich der Eurofehler. Das Kapital sieht seine Zukunft in den Schwellenländern, hier werden die zukünftigen Absatzschwerpunkte liegen und somit auch der globale Gewinn. Aus heutiger Sicht ist zu befürchten, wenn die Politik keine Möglichkeiten zum gegensteuern besitzt, dass auch hier ein reines arm/reich System vorherrscht, welches in etwa die heutigen brasilianischen Verhältnisse spiegelt. Auch der Kapitalismus ist global und ändert die länderspezifischen Verhältnisse beliebig nach dem zu erwartenden Gewinn.





