Die Politiker versuchen in der Eurokrise die Fehler ihrer Vorgänger auszubügeln und wissen nicht so richtig ob sie falsches oder richtiges machen. Alle Anstrengungen mit einer immer größer werdenden Staatsverschuldung Geld in die Euroländer einfließen zu lassen, basieren nur auf dem Politikertraum das das Kapital investiert und somit die Wirtschaft beflügelt. Das Problem ist jedoch, dass die Weltwirtschaft gewollt oder ungewollt krankt und zurzeit die Gelder in erwartenden Zinssteigungen gewinnbringend angelegt werden. Wenn die Wirtschaft investiert und Arbeitsplätze schafft, sodass die Steuereinnahmen steigen, dann können über die steuerlichen Mehreinnahmen Staatsschulden getilgt und ein Haushaltsdefizit im gewöhnlichen politischen Rahmen ist zu erreichen. Doch wie sieht es aus, wenn das Kapital nicht investiert und die Weltmärkte schwach bleiben. Staatliche Konjunkturprogramme wie in der ersten Finanzkrise, die zudem noch schlecht durchdacht waren, können sich die Politiker wohl kaum noch leisten wenn Deutschland nicht auch noch ein Griechenland werden soll. Die Entwicklung wird dann zwangsläufig dahin führen, dass die Zinsen steigen, die Teuerungsrate steigt, Kredite hohe Zinssätze erhalten und damit den Konsum abwürgen. Die Firmen legen ihre Gelder gewinnbringend an und investieren nicht, eine erhöhte Anzahl an Insolvenzen ist die Folge. Ausbleibende Firmenaufträge und Insolvenzen erhöhen die Arbeitslosenquote. Der Staat wird gezwungen handelnd einzugreifen, aber womit? Um die ausbleibenden Sozialversicherungseinnahmen aufzufangen, sind die Beiträge zu erhöhen. Bei der Krankenversicherung nur der Arbeitnehmeranteil, dieses ist schon gesetzlich geregelt. Die gesetzlichen Voraussetzungen für die einseitige Erhöhung der Rentenkassenbeiträge sind von den Politikern noch zu schaffen. Aber um die Wirtschaft nicht noch mehr abzuwürgen, wird dieses dann geschehen. Für den erhöhten erwerbslosen Anteil werden die Regelsätze gesenkt und bei den Renten wird der Abzug für den demografischen Wandel beschleunigt.
Die Reaktionen der Politiker sind jedoch schon jetzt abzuschätzen. Sollte sich Widererwarten die Weltwirtschaft erholen, dann haben sie alles richtig gemacht und hoffen im strahlenden Glanz wiedergewählt zu werden. Sollte das beschriebene Horrorszenario eintreten, dann möchten sie so schnell wie möglich Neuwahlen und in der Versenkung verschwinden. Aber Politiker können alles ruhig angehen, mehr als Ansehen und ein bisschen Machtverlust können sie nicht verlieren.





