Papst, Religion und Kirche

Das Oberhaupt der katholischen Kirche hat Deutschland besucht und hat die Menschen gespaltet. Die Anhänger jubelten ihm zu und die Skeptiker hatten begründete Argumente gegen ihm. Aber was möchte die katholische Kirche eigentlich? Sie wird in einer diktaturähnlichen Hierarchie geführt und bleibt ihren Stil bis auf unabsehbare Zeit treu. Die Menschen sind alleine von der Natur heraus nicht so, wie sich das die Kirchenfürsten vorstellen und wünschen. Die Vorstellungen sind gegenüber dem Mittelalter und Heute nur humaner geworden. Im Mittelalter wurden Hexen verbrannt und heute wird lediglich noch an zeitlich überholten Zwängen der menschlichen Natur festgehalten. Da ist noch das Zölibat welches unbedingt gilt aufrecht zu erhalten, wobei eigentlich auch schon die verbohrtesten Kirchenfürsten es wissen müssten, wohin dieses führt. Auch die Vorstellungen von der ewigen ehelichen Treue, Verhütung, Abtreibung oder Sterbehilfe zielen weit an der Wirklichkeit vorbei. Der größte Fortschritt ist allerdings, dass die Menschen nicht so sind wie es sich die Kirche wünscht. Ein bedingungsloser religiöser Gehorsam kann zu Radikalismus führen, welches wir in der Welt genug erleben. Allerdings ist zurzeit der Wohlstand innerhalb der christlichen Länder noch höher angesiedelt als in Ländern anderer Religionsgemeinschaften. Neben der Glaubensfanatik ist der soziale Standard ein Hauptfaktor für den Radikalismus. Jedoch ist es in der globalen Welt nicht auszuschließen, dass mal eine Verschiebung der länderspezifischen Standards eintreffen kann.

Der Papst wurde zum reden in den Bundestag eingeladen. Wahrscheinlich geschah dieses aus dem Grund, weil eine Volkspartei ihr C rechtfertigen wollte, welches ja schon lange keine wirkliche Begründung findet. Die Kirche hat sich in der Vergangenheit schon viel zu viel in die Politik eingemischt, sodass das „Einmischen“ nicht auch noch offiziell „Salonfähig“ gemacht werden sollte.

Die Kirche versucht mit religiöser Einflussnahme die charakterlichen Eigenschaften der Menschen zu verbessern, doch mit Predigten nach einem jahrhunderte alten Strickmuster kann so etwas nicht gelingen. Nur die wenigsten Menschen besuchen eine Kirche um des Glaubenswillen, es sind die unterschiedlichsten Gründe warum Kirchen aufgesucht werden, dieses beweisen die hohen Besucherzahlen zu Weihnachten oder bei gesellschaftlichen Anlässen. Charakterliche Eigenschaften bleiben eine Sache der Erziehung und der Gene und finden keine Erhörung in pastorlichen Sprüchen. In einem kapitalistisch ausgelegten Staat denkt jeder zuerst an sich selber, dieses ist im Arbeits- und Privatleben durch alle sozialen Schichten zu beobachten, dabei werden sogar die geringsten Regeln des Anstands vergessen. Hier bilden auch Politiker, Gewerkschaftler, Kirchenbedienstete und Sonstige die vorgeben sich für Andere einzusetzen keine Ausnahmen. Wer Geld hat, der ist anerkannt und hat viele falsche Freunde, wer keins hat der ist und bleibt ein nichts, so einfach ist das System und danach leben die Menschen.

Alle Religionen auf der Welt basieren auf der Angst der Menschen vor dem Tod und dem Unwissen was nach dem Tod sein oder nicht sein kann. Dabei nutzen viele Religionsführer für ihr eigenes Wohl die Hoffnungslosigkeit und Armut der Menschen aus. So entsteht der radikale Religionismus, der die Welt erzittern lassen kann. In der sogenannten christlichen Welt gehören die Religionskriege der Vergangenheit an, die Religion hat hier ihre Grausamkeiten schon hinter sich gelassen. Heute sucht die christliche Kirche nach ihren Standort, denn benötigt wird sie nicht. Ihre sozialen Aufgaben könnten alle von staatlichen Institutionen übernommen werden und für die Menschen die pastorliche Predigen benötigen, könnten Laienprediger die Dienste verrichten. Die Zeiten wo die christliche Kirche über Krieg und Frieden entscheiden konnte sind lange vorbei, heute wird dieses von Diktatoren und dem demokratischen Kapitalismus entschieden. Auch dienen Kriege weniger dem vorgegebenen Freiheitsgedanken, sondern alleinig der Mehrung des Kapitals.

Dieser Beitrag wurde unter Kirche, Menschen, Politik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>