Was bewegt junge Frauen zur Prostitution?

In Deutschland und einigen anderen Staaten Europas ist die Prostitution erlaubt, in einigen Teilen des osteuropäischen und skandinavischen Raumes wiederum nicht. Wobei in Schweden das Kuriose ist, dass das ausüben der Prostitution nicht strafbar ist, jedoch die Inanspruchnahme.

  • Grün  – Prostitution legal und durch den Gesetzgeber reglementiert
  • Blau – Prostitution legal, aber organisierte Aktivitäten wie Bordelle und Zuhälterei illegal, Prostitution nicht gesetzlich reglementiert
  • Rot – Prostitution illegal

 

Die Gründe der freiwilligen Prostitution nachzugehen, sind fast ausschließlich finanzieller Natur. Es sind häufig Frauen die in finanzielle Notstände geraten sind, die aufgrund einer Überschuldung keinen anderen Ausweg sehen. In einigen Fällen ist es auch für alleinerziehende Mütter die einzigste Möglichkeit mit dieser Einnahmequelle den Lebensunterhalt zu sichern. Ein kleiner Teil von Frauen und teilweise auch Männer finanzieren mit Prostitution ihre Ausbildung (Zeitungsbericht RP-Online).  Es gehen aber auch Frauen diesen Beruf nach, weil er zeitlich unabhängig ist. Starre Arbeitszeiten, wie es in allgemein üblichen Tätigkeiten unabdingbar ist, kennt dieses Gewerbe kaum. Die Arbeitszeiten sind meistens variabel und erlauben in der übrigen Zeit viel Freiräume. Der Verdienst ist allerdings auch variabel, er kann gut sein aber auch miserabel und ist schwer vorauszubestimmen. Aus Freude am Beruf, geht kaum eine ihre Tätigkeit nach. Es sind situationsabhängige Zwänge, wobei im Augenblick keine anderen Möglichkeiten zu sehen sind.

Mit der staatlichen Anerkennung des Gewerbes und der Öffnung des europäischen Arbeitsmarktes für EU-Mitgliedsstaaten kommen viele junge Frauen aus dem osteuropäischen Raum, um in Deutschland der Prostitution nachzugehen. Dazu auch einige aus den Staaten wo die Prostitution nicht erlaubt ist. Des Weiteren ist die Korruption in einigen osteuropäischen Staaten immer noch Tagesgeschäft und somit die Prostitution unter Umständen sehr teuer. Die jungen Frauen kommen meistens aus den ländlichen Gebieten und finden in ihren Heimatländern keine Beschäftigung. Oft sind die Familien wirtschaftlich schwach und die Frauen haben zu Hause häufig noch kleine Kinder zu versorgen. Die neu ankommenden Frauen haben es bedingt durch die Sprachbarrieren sehr schwer und werden von „gutmeinenden Personen“ oftmals ausgenützt. Erst nach einer längeren Zeit in Deutschland und dem erlernen der deutschen Sprache bessert sich ihr Status und das Durchsetzungsvermögen auf dem Markt. Vielleicht erhofft sich auch manche Osteuropäerin einen Mann zu heiraten um dann diese Tätigkeit nicht mehr ausüben zu müssen, zweifelsohne sind sehr hübsche junge Frauen darunter zu finden. Die Tätigkeit der Prostitution ist nur bis zu einem gewissen Alter, bzw. nach der körperlichen Verfassung möglich und ist bestimmt kein Job für ein ganzes Leben.

Durch Sympathie und vielleicht auch etwas Mitleid zu einer jungen hübschen osteuropäischen Frau kann ein Helfersyndrom geweckt werden, indem versucht wird die Frau aus dem Gewerbe herauszuholen. Doch bei diesem Unterfangen sollte sich jeder bewusst sein, dass dieses die Aufnahme der Frau mit ihren Kindern bedeutet. Die Osteuropäerinnen sind aus der finanziellen Not, die in ihren Heimatländern besteht, gezwungen in Deutschland der Prostitution nachzugehen. Neben der Aufnahme in das Haus, bedeutet es auch die finanzielle Unterstützung ihrer Familie. Die meisten Frauen aus diesem Gewerbe lügen und mit der Glaubhaftigkeit ihrer Erzählungen ist sehr vorsichtig umzugehen, denn ihre Ziele sind nur Geld zu bekommen, egal auf welche Art und Weise. Hier sollte unbedingt gegenseitige Sympathie und vielleicht auch etwas Liebe bestehen, denn sonst kann es zu einem finanziellen Fiasko führen welches das weitere Leben grundlegend verändert. Des Weiteren ist zu bedenken, dass einige Osteuropäerinnen hoch verschuldet sind und die Schulden bei ihren „Ausbeutern“ abarbeiten müssen. Diese Frauen sind nicht frei und wer so eine Frau haben möchte, muss sie mit hohen „Abstandssummen“ im wahrsten Sinne des Wortes „freikaufen“. Die mafiaartigen Zustände innerhalb der Organisationen schrecken auch nicht vor gewaltsamen Provokationen an Familienangehörige in den Heimatländern zurück. Auch diese misslichen und menschenverachtenden Situationen fördert ungewollt das deutsche Prostitutionsgesetz.

Sklaven im 21. Jahrhundert – 20MinOnline

In dem Gewerbe sind die unterschiedlichsten Charakteren bei den Frauen anzutreffen, von Schüchternen denen es merklich keinen Spaß bereitet, bis zu der abgezocktesten Schauspielerin. Von Clubbesitzern werden teilweise Anzeigen geschaltet, die der Wirklichkeit in keiner Weise entsprechen. Hier werden Dienstleistungen angeboten, die alleine bedingt durch die bestehende Charakteristik der verschiedenen Frauen nicht umsetzbar sind. Hier kann leicht der Eindruck einer gewollten Abzocke entstehen. Es ist nicht davon auszugehen, dass bei weniger hübsch anzusehenden Frauen die Leistungen besser und mehr sind, dieses ist oft eine Fehlannahme. Alleinig entscheidend ist die Charakteristik der Frau, wie sie zu ihren Job steht und sich geben kann. Ein Stammgast pflegt in vielen Fällen ein freundschaftliches Verhältnis mit der immer wieder zu besuchenden gleichen Frau, was bei manchen Männern falsche Vorstellungen erwecken lässt. Nur in Ausnahmefällen kann hier eine echte Freundschaft oder sogar mehr entstehen. Im Regelfall ist es die reine Geldnot der Frau, die die Grundlage der Freundschaft bildet. Verliebte Männer sind eben erheblich spendabler als die normale Laufkundschaft.

Auch die Freier, die Prostituierte besuchen sind von unterschiedlicher Natur. Die Masse der Männer wollen einfach nur unkomplizierten normalen Sex, ohne lange Anlaufzeit mit allen möglichen Überredungskünsten. Deshalb ist auch das übliche Standardangebot FO und GV mit. Wünschenswert ist ebenfalls das AO Angebot, ist jedoch für Frau und Mann mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden. Während Männer eher das Risiko eingehen, sind es bei den Frauen überwiegend Osteuropäische die sich für AO bereiterklären. Ein geringerer Teil der Freier hat die Sonderwünsche AN, SM, KV, NS oder sonstige Praktiken, für die sich auch nur ein geringerer Teil der Frauen zur Verfügung stellen.

Das AO Angebot, welches häufig von rumänischen und bulgarischen Prostituierten angeboten wird, ist ein Teil des Konkurrenzkampfes. Häufig können die Mädchen den AO Mehrpreis alleinig behalten und die Bordellbesitzer erhoffen sich durch dieses Zusatzangebot mehr Kunden, was dann auch ihren Verdienst enorm steigert. Vielen jungen osteuropäischen Mädchen ist das Risiko jedoch gar nicht bewusst, sie sehen nur ihren Mehrverdienst. Sie denken an heute und morgen ist egal. Doch hier ist es wie an den meisten anderen Arbeitsstätten auch, denn die Menschen die den größten Scheißjob verrichten, heißt die eigentliche Arbeit, bekommen das geringste Gehalt. Die Schwätzer und sogenannten Saubermänner kassieren für nichts die eigentlichen Summen und dieses zieht sich durch die ganze Gesellschaft, angefangen bei der Politik und endet bei den Scheinunternehmern mit ihren politisch geduldeten Geldwaschanlagen. Gibt es denn etwa in Deutschland die immer verschmähte Korruption? Ja, wer wohl so alles an der Prostitution verdient? Aber es sind mit Sicherheit die Mädchen, die davon am wenigsten profitieren.

Die Preise sind orts- und konkurenzabhängig, als Regelpreise für die halbe Stunde sind 50 EURO und für die Stunde 100 EURO anznehmen, dieses schließt dann meistens FO und GV mit ein, alles andere sind verhandlungsbedingte Aufpreise. Wird z. B. AO angeboten, beträgt der Aufpreis im Regelfall 30 bis 60 EURO.

Prostitution von Osteuropäerinnen im westlichen Ausland, ein Geschäft mit der Armut

Prostituierte aus Nicht-EU-Ländern erhalten in Deutschland keine Arbeitserlaubnis. Sie können nur mit einem dreimonatigen Touristenvisa einreisen und dieses verbietet einer Tätigkeit in Deutschland nachzugehen. Das erlaubte Arbeiten ist meistens nur in Verbindung mit einer Ehe möglich, die eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beinhaltet und somit das Recht einer Beschäftigung nachzugehen. Hierbei ist es zweitrangig wie die Ehe entstanden ist, sie muss nur nach EU-Recht geschlossen sein.

Weitere Informationen zu dem Thema unter dem Artikel Prostitution in Deutschland

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