Sorgenkind EURO

Jetzt mahnt schon so mancher Politiker, dass der EURO nicht mehr zu halten ist. Einige EG-Staaten haben im total übertriebenen Sinn gewirtschaftet, immer mit dem Gedanken die anderen EG-Staaten helfen uns schon mit den nötigen Milliarden. Das europäische Prinzip sieht dieses so vor, dass die halbtoten Staaten die toten Staaten helfen. Der Bürger muss für jeden Politiker Unsinn mit zahlenden Steuern haften.

Als vor fast 10 Jahren die europäischen Politiker ihren Industrien, Banken und millionenschweren Aktionären den EURO schenkten, da jubelten alle Kapitalisten (außer die mit zuviel Schwarzgeld). Freies Handeln ohne Barrieren und Geldschwankungen. Der Bürger hatte nicht viel von dem EURO, im Gegenteil, fast alles wurde teurer. So lange die Banken noch Gewinne mit kalkulierbaren Risiken witterten, verteilten sie immer noch Kredite an eigentlich schon nicht mehr kreditwürdigen Ländern. Die Banken wissen genau, bis zu welchen Punkt ihre vermeintlichen Risiken noch von dem Steuerzahler abgedeckt sind. Doch in der jetzigen Finanzkrise können die Risiken der Banken nicht mehr alleine durch den Steuerzahler abgedeckt werden und bei allen weiteren Krediten an finanziell tote Länder gehen die Risiken zum Teil an die Banken und deren Anteilseigner. Die Politiker würden gerne alle Risiken den Banken abnehmen und dem Steuerzahler alle Verluste aufbürden, doch dabei ist die Politikerangst das dieses sich zu negativ bei Wahlen auswirken könnte und ihre schönen Pöstchen verloren gehen. Dann gibt es auch noch den Unterschied zwischen staatlichen und privaten Banken. Für die Verluste staatlicher Banken haftet sowieso der Bürger mit Steuern und Abgaben, eingeschlossen den millionenschweren Abfindungen für evtl. fehlerhaft handelnden Vorständen. Private Banken werden den Ländern ohne Bonität nur Kredite mit staatlicher Absicherung, also von dem Steuerzahler, gewähren. Dazu sind die Vorstände ihren millionenschweren Aktionären gegenüber verpflichtet, dafür bekommen sie schließlich ihren mehrfachen Millionenbetrag als Jahresgehalt. Industrie und Banken, die an dem EURO am meisten verdienten, wollen jetzt am wenigsten für dessen Weiterbestand tun. Für das Kapital zählen nur Gewinne und für Verluste soll die große Allgemeinheit aufkommen.

Für den Normalbürger wäre es besser gewesen, wenn der politisch gewollte EURO nie eingeführt wäre. Doch wie wird es aussehen, wenn nach 10 Jahren EURO wieder Landeswährungen eingeführt werden? Das Kapital möchte auch hier wieder profitieren und Gewinne einfahren, dass ist außer Zweifel. Wird dann für den Bürger wieder eine ähnliche Preissteigerung wie beim EURO eintreten? Das sich die Preise klammheimlich verdoppeln? Ob mit oder ohne EURO, die Zeche der jetzigen Finanzkrisen zahlt sowieso der Bürger, dafür sorgen schon die Politiker in Absprache mit dem Kapital.

Was haben eigentlich die hochbezahlten, mit Vergünstigungen überschütteten  Europapolitiker bei der Aufnahme der Länder zur Eurowährung gemacht? Haben sie alles blind geglaubt was ihre Länderpolitikerkollegen so erzählt haben? Kam mal kein Europapolitiker auf den Gedanken vor Ort die finanziellen Situationen zu prüfen? Sind Europapolitiker nicht dazu in der Lage wichtige Aufgaben zu bewältigen? Können Europapolitiker wirklich nur irrsinnige Richtlinien entwerfen und damit die Bürger in den Ländern gängeln? Anscheinend ist dieses so, denn die wirklichen Probleme wie eine geordnete europäische Finanzpolitik oder auch Atompolitik bekommt diese außerordentliche Politikerart nicht geregelt.

Bei den Ländern in Europa ist es wie im privaten Leben. Wenn sich befreundete Personen gegenseitig besuchen und die Besuchenden bei dem Gastgeber essen und trinken bis zum umfallen. Bei dem Gegenbesuch stellt der dann Gastgeber den Besuchenden kaum etwas zur Verfügung und die Besuchenden sind genügsam und mit allem zufrieden. Genau nach diesem Prinzip treiben es die Länder in Europa untereinander. Einige Länder leben ständig über ihre Verhätnisse, geben ihren Bürgern Wahlgeschenke die sie gar nicht finanzieren können. Andere Länder unternehmen wenigstens den Versuch einer ordentlichen Haushaltspolitik, auch wenn es meistens nur bei dem Versuch bleibt, bürden ihren Bürgern hohe Abgabelasten auf und schränken soziale Leistungen ein. Die in Anführungszeichen „sparsamen Länder“ müssen auf Kosten ihrer Bürger die über ihre Verhältnisse lebenden Länder finanziell unterstützen. Wieder im Vergleich zu dem privaten Leben: Der nur nehmende Mensch sagt „was kann ich denn dazu, dass die anderen so wenig essen und trinken können“. Genau diesen Eindruck vermitteln die jetzt hoch verschuldeten Länder. Unter dem Euro Rettungsschirm lebten sie weit über ihre Verhätnisse, im genauen Wissen der Hilfe durch die etwas besser wirtschaftenden Länder.

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