Rente und deutsches Gesetz

Bericht von RP-Online 27.07.2011
Deutsche gehen immer später in Rente

Männer im Westen arbeiten am Längsten

Berlin (RPO). Die Deutschen treten immer später in den Ruhestand: Im Schnitt gingen sie im vergangenen Jahr mit 63,5 Jahren in Rente und damit so spät wie seit dem Beginn der gesamtdeutschen Statistik im Jahr 1993 nicht. Das geht aus am Mittwoch veröffentlichten Zahlen der Deutschen Rentenversicherung Bund hervor.

Deren Sprecher sagte, dass die Reformen der vergangenen Jahre Wirkung zeigten und das tatsächliche Renteneintrittsalter steige. Die Männer gingen den Zahlen zufolge im Schnitt mit 63,8 Jahren in den Ruhestand, die Frauen mit 63,3 Jahren. 2009 hatte das Renteneintrittsalter der Männer demnach noch bei 63,5 Jahren und der Frauen noch bei 62,9 Jahren gelegen.

Dem Bericht zufolge wird in Westdeutschland länger gearbeitet: Hier seien Männer im Schnitt bis zum Alter von 63,9 Jahren und Frauen bis zum Alter von 63,6 Jahren berufstätig. In Ostdeutschland gehen die Männer demnach mit 62,9 Jahren in den Ruhestand, die Frauen mit 61,6 Jahren. Die Rentenversicherung bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung.

Das gesetzliche Renteneintrittsalter liegt in Deutschland derzeit bei 65 Jahren. Die Altersgrenze, ab der die Rente ohne Abschläge gezahlt wird, soll vom kommenden Jahr an jedoch schrittweise auf 67 Jahre angehoben werden.

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) verwahrte sich gegen den Eindruck, dass ein späteres Rentenalter für eine längere Berufstätigkeit stehe. „Was die Menschen vor dem Rentenbeginn gemacht haben, spiegeln diese Zahlen nicht“, erklärte IG BAU-Chef Klaus Wiesehügel.

Vielmehr steige die Zahl der älteren Arbeitslosen, die auf Hartz IV angewiesen seien. Vor allem körperlich schwer arbeitende Berufstätige wie Bauarbeiter seien die Verlierer der Rente mit 67. Viele müssen aus Gesundheitsgründen schon weit vor dem 65. Lebensjahr aus dem Erwerbsleben ausscheiden und hohe Abschläge ihrer Altersbezüge in Kauf nehmen.

Der Linksparteivorsitzende Klaus Ernst forderte, die Rahmenbedingungen für Ältere am Arbeitsmarkt zu verbessern. „Nur so kann verhindert werden, dass nachfolgende Generationen in die Altersarmut laufen“, erklärte er in Berlin.

Quelle RP-Online

Die Abgeordneten Politiker, die diese Gesetze beschließen, bekommen bereits nach 8 Jahren MDB 1.700 EURO parlamentarische Mindestrente. Für diesen Rentenanspruch und ca. 12.000 EURO Monatsgehalt haben sie als Pflichtaufgabe parlamentarische Stimmen nach Vorgaben der Partei- und Fraktionschefs bei Bedarf abzugeben. Alle weiteren Tätigkeiten entsprechen der Persönlichkeit des einzelnen Abgeordneten, ob er die Selbstdarstellung bevorzugt oder lieber im Verborgenen außerhalb der Politik weitere gut dotierte Pöstchen in diversen Positionen ausübt. Äußerungen von Abgeordneten haben sowieso nur ein tragfähiges Gewicht, wenn diese mit Parteiführungen abgestimmt sind, ansonsten ist es nur ein Versuch von publikumswirksamen Sprechblasen. Das schwierigste für einen Politiker ist der Weg in den Bundes- oder Landtag, hierzu bedarf es viele hohle Worte und wohlgesonnene Ziehväter.

Lese auch den Artikel Rente, vom 19. November 2010

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