Selbstbedienungsladen Bundestag

Jetzt genehmigen sich Deutschlands Abgeordnete mal wieder einen großen Schluck aus der Geldflasche. Denn sie möchten zuerst von den Steuermehreinnahmen profitieren. In diesem Punkt herrscht immer große Einigkeit bei den Politikern aller Parteien. Dieses geht ohne langwierige, langweilige Debatten über die Bühne. Auch medienwirksame Schlammschlachten brauchen hier die Politiker nicht publizieren, sondern dürfen sich alle in die Arme nehmen. Ein einfacher Abgeordneter (MDB) bekommt ca. 8.000 Euro plus 4.000 Euro steuerfreier Aufwandsentschädigung. Die Frage ist nur, wofür? Damit er brav seine Stimme so abgibt, wie sein Fraktionschef es von ihm verlangt. Aufmüpfige Mitglieder einer Fraktion sind unerwünscht im demokratischen Parlament. Wenn bei einem MDB noch nicht die relativ hohe Rentenzahlung, erst nach zwei überstandenen Legislaturperioden, sichergestellt ist, macht er am besten seinen Mund überhaupt nicht auf. Denn nicht folgsame Querdenker werden von Parteien gerne aussortiert. Bei Landespolitikern ist die Verfahrensweise gleich.

Politiker schaffen meistens ihren Aufstieg zum Land- oder Bundestag über die kleinen Ortsgruppenvereinen und Bezirksvertretungen der Kommunen. Hier werden wohlgesonnene „Ziehväter“ und auch eine gewisse Redegewandtheit des Politikzöglings erwartet. Es ist egal was erzählt wird, es können auch Lügen sein, nur es muss in die Zeit passen und den Bürger erreichen. Dazu kommen evtl. kleine vermeintliche Hilfen, die der Bürger subjektiv als gut empfindet. Auch der Gewerkschaftsapparat kann als Sprungbrett zur Politik genutzt werden. Auch hier ist Redegewandtheit gefragt und natürlich die „Sprungbretthelfer“. Siehe hierzu „Wie wird man Politiker“.

Jedoch ist der Sprung in den Landes- oder Bundestag erst mal geschafft und bestehen keine Ambitionen zu höheren politischen Positionen, braucht der Abgeordnete dafür nur im Sinne der Fraktion sich an den parlamentarischen Abstimmungen beteiligen. Dafür bekommt er dann 12.000 Euro im Monat und wenn er nach acht Jahren keine Lust mehr hat fraktionsgerecht seine Stimme abzugeben, bekommt er die parlamentarische Mindestrente von ca. 1.700 Euro. Dieses ist mehr als die Politiker dem Normalbürger nach 50 Arbeitsjahren an Rente zugestehen. Wenn ein Abgeordneter immer das macht was seine Politikbosse erwarten, hat er einen spitzenentlohnten Arbeitsplatz ohne eine Leistung dafür zu erbringen. Ja, dieses ist auch Demokratie.

Politikergehälter sind hier einsehbar!

Dieses bekommen Abgeordnete für ihre Leistungen!

Dieses bekommen Europa-Abgeordnete für ihre Richtlinien-Ideen!

Hier sind Bürgermeister nach der Beamtenbesoldung in NRW eingruppiert

Dieses bekommen Kommunalpolitiker nach der Beamtenbesoldung!

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