Firmen, Ideen, Hierarchie

In diesem Blog ist schon viel über Firmen und Politik geschrieben und es gibt dort immer wieder Wundersames. Führungskräfte in Firmen oder Politiker sind heute fast ausnahmslos nur noch Marketingstrategen. Sie entwickeln Ideen und fragen nichts nach der Umsetzbarkeit. Sie versuchen sich gegenseitig, mit immer merkwürdigeren Ideen, zu übertreffen. Das hat darin seinen Grund, dass die meisten Personen in Führungspositionen sowie Politiker noch nie eigenständig etwas umsetzen mussten. Ihre Hauptaufgaben bestehen und bestanden nur aus „Geschichten erzählen“, große Reden mit möglichst wenig Inhalt. Politiker müssen „Publikumswirksam“ schwätzen damit sie nicht in der Versenkung verschwinden, währenddessen Führungskräfte nur das Geschwätze von deren Vorgesetzten, meistens die Firmenleitung, weiter verbreiten müssen. Schaffen die zugeteilten Mitarbeiter der Führungskraft nicht die Umsetzung der Ideenwünsche werden diese von der Firmenleitung als „schlechte Arbeitskräfte“  bezeichnet und müssen mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen, die eine Versetzung mit Gehaltseinbußen oder im schlimmsten Fall die Kündigung bedeuten. Die Führungskraft wird als untauglich bezeichnet Menschen zu „führen“ und bekommt, natürlich bei gleichen Gehalt, einen Abschiebeposten wo diese Person dann weiter schwätzen darf, aber keiner mehr zuhören muss.

Politiker, die nicht parteigetreu die Vorstellungen und Ideen der Parteispitzen redend und gestikulierend unter dam Volk verbreiten, können innerhalb der Parteienhierarchie keine Karriere erwarten. Sie werden in der Versenkung verschwinden und müssen um ihre schönen Ruhegeldzahlungen zittern, wenn sie keine zwei Legislaturperioden im Bundes- oder Landtag schaffen. Also werden junge Politiker die Parteiideologien verbreiten, ob überzeugt oder auch nicht, um in den Genuss der Ruhegeldzahlungen zu gelangen.

Es sollte kein privater Rat von einem Marketingstrategen angenommen werden. Die Person die sich den Rat holt, wird an der Umsetzung seines privaten Anliegens scheitern. Denn Marketingstrategen können nicht mehr umsetzungsorientiert denken.

Vielleicht sollte an den Universitäten ein höherer Wert auf mehr „umsetzungsorientiertes Denken“ gelegt werden. Das ein Student die Vorstellungen erlernt, wie seine Ideen in der Praxis umzusetzen sind und dabei gleichzeitig die soziale Kompetenz steigert.

Ein bildliches Beispiel einer möglichen Firmen-Hierarchie!

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