Entlohnung und Arbeit

Wie wird in manchen Firmen die Gehaltsstruktur festgelegt? Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, den Wahlspruch der Gewerkschaften, welches die Gewerkschaften noch nicht einmal schaffen in Tarifverträgen festzuschreiben? Oder nach Willkür, ob jemand bei bestimmten Leuten gut angesehen ist? Oder auch, ob bestimmte Personen irgendeinen Titel besitzen? Oder ganz einfach, wer am lautesten schreien- und in bestimmten Situationen am lautesten jammern kann? Es gibt viele Möglichkeiten Gehälter zu bestimmen. Den einen wird erzählt, nach der Stellenbeschreibung steht ihm eine höhere Eingruppierung zu, jedoch der Titel fehlt. Dem anderen wird es zugestanden, weil er besser artikulierende „Ziehväter“ besitzt. Wieder ein anderer besitzt ein Titel, ist jedoch nicht in der Lage selbstständig zu arbeiten. Weiter gibt es ehemalige Führungskräfte, die bedingt durch Umstrukturierungen nicht mehr „führen“ dürfen, aber sonst nie etwas anderes gemacht hatten und dafür höhere Gehaltsstufen besaßen. Für diese Gruppe werden zusätzliche Stellen erschaffen, evtl. mit Sonderbezeichnungen, wobei dann einige hoffnungslos überfordert sind weil praktische Erfahrungen nie gesammelt werden konnten.

Was kann daraus für eine Arbeitsmoral entstehen? Dieses kann oft nur ein Firmengeheimnis bleiben. Die gut bezahlten, die in „Stellen“ gehoben wurden, zeigen oft eine gute Arbeitsmoral, auch wenn sie teilweise überfordert sind. Die ebenfalls gut bezahlten „Titelbesitzer“ die aber auch mit ihren Aufgaben überfordert sind, versuchen mit Hilfe anderer ihre Unentschlossenheit und Entscheidungsangst zu verbergen und hoffen auf „Glück“, weil sie dieses fast immer hatten. Schwerer haben es „abgesetzte“ ehemalige Vorgesetzte, die dann auch noch mit ihren neuen Aufgaben teilweise überfordert sind und die Hilfe anderer benötigen. Neben evtl. unbefriedigenden Aufgaben, können sie auch noch Spot und Häme ernten. Aber ihre oft fürstliche Entlohnung lässt sie weiter stark erscheinen und zumindest nach außen einen zufriedenen Eindruck vermitteln. Aber wie sieht es mit den Mitarbeitern aus, die keine „Sonderstellungen“ besitzen aber ihre Arbeiten selbständig erledigen, ohne die Hilfe anderer, ruhig ohne aufsehen und klimpern. Sie bekommen ihre Bezahlung nach Tarifvertrag, ohne „Aufputschmittel“ durch irgendwelcher, wohlgesonnener Leute. Diese Mitarbeiter bekommen zwar weniger Geld als die anderen, können dafür aber ohne rot zu werden in den Spiegel schauen, brauchen bei keinen Vorgesetzten zu „kriechen“, brauchen nicht „Danke“ zu sagen und brauchen an keinen außerbetrieblichen „Veranstaltungen“ teilzunehmen, nur weil dieses von einigen Leuten gerne gesehen wird.

Als Fazit bleibt nur zu sagen, es gibt im „Arbeitsleben“ sowie in allen anderen Lebensbereichen keine „Gerechtigkeit“. Dieses scheitert schon daran, dass jeder Mensch ein Individium ist und nur an sich selber denkt. Das ganze Leben ist eine „Glückssache“, der eine hat es und der andere nicht. Einer wird als Millionär geboren, der andere in der Gosse, schon hier fängt das „Glück“ an. Doch sollte jeder Mensch daran denken, dass die „Gesundheit“ das höchste Gut im Leben ist, denn sonst ist alles weitere uninteressant.

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