Religion, Kirche, Sterben

Es ist ein unbeliebtes Thema, aber sollte trotzdem mal geschrieben werden.

Warum gibt es die Kirche? Weil manche Menschen an etwas glauben müssen. Warum müssen manche Menschen an etwas glauben? Weil sie Angst vor dem Tod haben und das Ungewisse. Jedoch der Tod ist nicht das schlimmste, viel schlimmer ist der oft lange Weg voller Schmerzen bis zum Tod. Doch gerade hier sträubt sich die Kirche zu helfen, der Mensch soll sich quälen bis zum Tod. Viele Politiker sind in dieser Frage gespalten, Kirchenfürsten jedoch nicht. Doch sollte hier dringend die Entscheidung des einzelnen akzeptiert werden, ob er sich ohne Hoffnung quälen möchte oder eine Sterbehilfe in Anspruch nimmt. In europäischen Nachbarländern ist man in dieser Frage schon wesentlich weiter, hier darf die Erlösung der Qualen erfolgen. Sterbehilfe und der Wunsch nach einer Beendigung von Qualen muss straffrei bleiben, Politiker und Kirche dürfen die Menschen nicht länger unnötig quälen, dieses kommt einer Folter aus dem Mittelalter gleich. In der Frage Tod oder qualvolles Leben muss es ein Selbstentscheidungsrecht für jeden einzelnen geben, Politiker und Kirchenfürsten dürfen hier nicht der Entscheidungsträger über Tod und Leben sein.

Die Menschen haben sich ihre Gesetze alle selber erschaffen, dabei hat kein „Gott“ mitgewirkt und grotesk ist, dass von der Vergangenheit bis Heute das Töten im Kriegszustand von den Politikern erlaubt, bzw. sogar gefordert und von der Kirche geduldet wird. Aber wenn es darum geht ein qualvolles, unheilbares Leben beenden zu lassen spielen sich die gleichen Leute als die großen Moralisten auf. Dieser Zustand im deutschen Land ist zum kotzen.

Wieso behauptet eigentlich die christliche Kirche, dass ihr „Gott“ der richtige ist und es keinen anderen Gott gibt? Anscheinend ist der christliche Glaube so kompliziert, dass angehende Pastore etliche Semester studieren müssen um die Kirche zu verstehen. Ein von der Sache überzeugter, redegewandter Frei-Prediger kann teilweise viel besser Religion verbreiten als ein studierter Pastor. In der Welt gibt es so viele Glaubensrichtungen und alle mit einem anderen „Gott“, die in der Zeit gewachsen sind und jede Religion behauptet von sich, sie sei die richtige. Doch alle Religionsarten können nur bestehen aus der Angst der Menschen vor dem Tod und das folgende Ungewisse.

Wie und warum entstand Religion? In der Vergangenheit gab es „adelige Herren“ und das gemeine Volk. Das Volk wurde ständig von den „Herren“ unterdrückt, gequält und ausgebeutet, Gerechtigkeit kannte die Frühzeit nicht. In dieser ausweglosen Situation entstand der Glaube an einem bzw. mehr „höhere Wesen“ die als Götter und später als ein Gott bezeichnet wurden, es war der Klammergriff nach Gerechtigkeit. Keiner weiß so genau wer „Jesus“ eigentlich war, es konnte aber nur eine Geschichtsperson sein die sich gegen die Unterdrückung des Volkes gegenüber den damaligen „Herrschaften, Landbesitzern, Adeligen und Stadthaltern“ zur wehr setzte und dem gemeinen Volk sehr nahe stand. In der Folgezeit gab es viele „heilige Kriege“ und Millionen Menschen starben im Namen einer falsch verstandenen Religion.

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