Mitarbeiterbefragung

Meinungsumfragen sind immer anzweifelbar, denn was spiegeln diese wieder? Nur den momentan vorliegenden Meinungstand, der nur ein Monat später schon ganz anders ausfallen könnte. Das gleiche ist in Betrieben bei Mitarbeiterbefragungen zu erwarten, hier wird auch nur die momentane Arbeitszufriedenheit gespiegelt. Im allgemeinen verhalten sich Vorgesetzte im Vorfeld einer anstehenden Befragung besonders positiv, damit von der Unternehmensspitze keine negativen Folgen entstehen und deren Führungsverhalten angezweifelt wird. In der heutigen Zeit ist keine eingenommene Position sicher, denn jeder Mensch ist austauschbar. Unternehmensabteilungen versuchen besonders gut miteinander umzugehen, damit auch hier nur positives in dem Papier zu finden ist. Nach der Befragung kann dann getrost in den alten Trott zurückgekehrt werden, denn eine gute Zusammenarbeit ist dann im Allgemeinen nicht mehr unbedingt gefragt.

Eigentlich könnten jedoch die Vorgesetzten eine Mitarbeiterbeurteilung in Ruhe entgegensehen, denn auch wenn eine Absetzung erfolgt bleibt ihr Gehalt sicher bestehen, dass ist im Prinzip gleich den Politikern. Nur wird bei einigen das EGO stark angekratzt, denn sie hatten die Vorstellung eine wichtige Position besetzt zu haben und über andere Menschen bestimmen zu dürfen. Die Verluste die das Unternehmen durch neu zu besetzende Führungspositionen bei gleichzeitiger Weiterzahlung der abgesetzten Führungskräfte einfährt, wird bei den unteren Gehaltsgruppen, den eigentlich arbeitenden in unternehmensgewinnbringenden Bereichen, eingespart indem eine immer größere Arbeitsverdichtung erfolgt. Dieses ist das in Deutschland übliche Verfahren.

Ja, viele Menschen kommen sich selber sehr wichtig vor, nur kein Mensch ist wichtig, denn jeder ist austauschbar. Das gilt von dem kleinsten Arbeiter bis zur ranghöchsten Position im Staat, den Bundespräsidenten. Aber dieses ist wohl das EGO der Menschen.

Ein weiterer Faktor für Mitarbeiterbefragungen in Firmen ist die Beschäftigung einiger interner Mitarbeiter sicherzustellen und steuerliche Absetzungsmöglichkeiten für die Kosten der beauftragten externen Unternehmensberater zu nutzen. Somit zahlt auch die Allgemeinheit für diese Art der Befragungen.

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